Ein Krankheitsbild namens CFS
(Chronisches Erschöpfungssyndrom)
von Teresa Maria Taddoni
In der medizinischen Wissenschaft
herrscht große Uneinigkeit über
das Krankheitsbild CFS. Derartige
Patienten werden leider noch sehr
häufig und zu Unrecht in die psychosomatische
Ecke geschoben.
Hinter dem Hauptsymptom der
Dauererschöpfung oder Burnout-
Syndrom stecken oft chronische Infektionen.
Die CFS-Expertin Dr. med.
Cecile Jadin (Brüssel./Johannesburg)
spricht in diesem Zusammenhang
von ,,zellulärer Anoxämie", also von
Sauerstoffarmut, von Armut an Glukose
und Elektrolyten und einem
Cholesterinschock als Ergebnis der
Verbreitung in die Gefäße und in die
Zellen von intrazellulären Bakterien,
zum Beispiet Rickettsien. Diese
können im ersten Stadium der chronischen
Infektionskrankheit zu CFS,
Fibromyalgie oder Depressionen führen.
In diesem Stadium ist das Krankheitsbild
noch nicht eindeutig.
Wenn dieser Zustand nicht ernst
genommen wird, nicht sofort erkannt
und nicht behandelt wird, kann die
Krankheit aber weiter fortschreiten
und sich in weiteren Krankheitsbildern
manifestieren oder schließlich
in eine Krebskrankheit entarten.
CFS steht also in einem sehr
komplexen Geschehen und ist als
das fortgeschrittene Anfangsstadium
eines chronischen, destruktiven
Krankheitsbildes zu betrachten, das
durch Infektionen verursacht wird.
Zuerst ist dieses Geschehen unspezifisch.
Je mehr das Krankheitsgeschehen
fortschreitet, bekommt
dieses Krankheitsbild im weiteren
Verlauf verschiedene Gesichter.
,,Rickettsien verfügen über einen eingeschränkten
biologischen Apparat
und können deswegen nicht alle nötigen
Nahrungssubstanzen im Blut
finden. Deshalb sind sie gezwungen,
mögtichst schnell vom Blutstrom in
die Gefäßzellen zu gelangen, weil sie
im Blut gefährdet sind, u.a. durch die
Präsenz von weißen Blutkörperchen
und von Antikörpern.
Nachdem diese Erreger also in
den menschlichen Körper eingedrungen
sind, gelangen sie vom Blut
in die Gefäßzellen. Die erste Hülle
dieser Gefäße ist das Endothel. Dieses
besteht aus vielen Zellen, die die
Schlüsselaufgabe haben, aus dem
Blut Sauerstoff, Elektrolyte und Mineralien
aufzunehmen und zugleich
Kohlenhydrate und andere Gifte abzugeben.
Das Endothel hat wiederum
die sehr wichtige Aufgabe der Regulierung
des physiologischen Austausches
zwischen Blut und Körper.
Dieser Vorgang wird von den eindringenden
Bakterien blockiert, wodurch
ein Schaden in der Zelle entsteht: Um überleben zu können, benutzen Rickettsien
den Weg über die Zelle und lähmen den Energiefluss des Blutes
zu den verschiedenen Organen.
Rickettsien besetzen also die
Endothelzelle und verhindern dadurch,
dass diese ihre Schlüsselrolle
wahrnimmt. Es entsteht ein Chaos.
Aufgrund des Sauerstoffmangels erstickt
die Zelle. Dadurch entsteht das "Erschöpfungsgefühl", schreibt Frau
Dr. Jadin in ihren Studien.
Es ist so, als ob man den Wasserhahn
in einem Haushalt
abdrehen würde. Prof. Giroud,
Entdecker des Mikroagglutinationstests
für Rickettsiose, beschreibt Rickettsien
als Gefäßschwämme, die die
Fähigkeit besitzen, die Zellfunktionen
lahmzulegen. Die Zellmembran wird
so zum Platzen gebracht. Die Zelle
wird also zerstört, und Rickettsien
schwimmen im BIutkreislauf.
TypischeAlarmsignale treten auf : Wechselfieber,
Kopfschmerzen, Herzrasen, Gelenkschwellungen.
Im Blut erhalten sich nur die ausgewachsenen
Rickettsien und setzen
den Prozeß der Phagozytose an
einem anderen Ort fort. Es können
sich regelrechte Rickettsienblasen
im Zytoplasma bilden. Der Erreger
kann sich in Abständen ausruhen und
dann unerwartet wieder losschlagen.
Rickettsien zerstören die Tätigkeit
der Makrophagen, und das setzt die
schützende Wirkung des Immunsystems
herab. Zugleich beginnt die
Uberproduktion von Zytokinen. Diese
haben nicht nur eine Eigenschaft als
Antigen, sondern produzieren Gefäßverschlüsse und schütten verschiedene
Toxine aus: Endotoxine, die
Schmerzen verursachen, Neurotoxine,
die die Nerven schädigen und Allergene,
die verschiedene allergische
Reaktionen wie Asthma, Ekzeme und
Juckreiz auslösen.
Die Überproduktion von Zytokinen
bringt mit sich, dass das Immunsystem
schwer unter Druck gesetzt wird. Die
in Gang gesetzte Uberproduktion an
rheumatischen und antinuklearen
Faktoren sowie Schilddrüsenantikörpern
führt schließlich zur Selbstvernichtung
des Immunssystems. Nun
spricht man von einer Autoimmunerkrankung.
In diesem Stadium des Krankheitsverlaufs
entstehen überall Entzündungsherde.
Dadurch entsteht
die Vaskulitis, die eine Entzündung
der Gefäße ist. Diese kann auch irreversible
Schäden hervorrufen.Früher oder später verursachen Rickettsien-lnfektionen
Herz- und Gefäßkrankheiten wie
Pericarditis oder Myocarditis, Herzinfarkt,
neurologische Krankheiten
wie Multiple Sklerose, ALS, Parkinson,
Guillain-Barré Krankheit, die
Schwierigkeiten mit dem Erinnerungsvermögen
und Hyperaktivität
mit sich bringt.
Schließlich hat man Rickettsien im Liquor von Multiple-Sklerose-Patienten
bewiesen. Weiterhin kann es zu
schwierigen psychiatrischen Krankheitsbildern.,
zu Lungenkrankheiten,
zu Krankheiten des Verdauungssystems
sowie zu Blinddarmentzündungen,
Zöliakie, Morbus Crohn, zu
Augenkrankheiten wie Uveitis, Netzhaut-
Angiopathien, ophtalmischer
Neuritis und Trachom sowie zu Leber-
und Milzkrankheiten kommen.
In der Leber können Rickettsien in
einer außergewöhnlich hohen toxischen
Konzentration vorkommen, die
zu einer enzymatischen Erhöhung
der Transaminase und zu Fettleber
führen kann. Bei der Milz können sie
eine Schwellung dieses Organs verursachen.
Weiter können Rickettsien Niereninfektionen
verursachen und Hauterkrankungen
wie Sklerodermia, Lupus
und Psoriasis auslösen. Weiterhin
sind Krankheiten im Bereich des
gynäkologischen und urologischen
Systems möglich, wie vermehrte
Schwangerschaftsabbrüche und Endometriose
oder Entzündungen der
männlichen Sexualorgane und im
letzten Stadium auch Krebs.
Inzwischen führt der Generalangriff
auf die funktionierende Zelle zu
deren voller Zerstörung. Der Körper
bildet Zellentartungen (Krebszellen)
aus.
Wie therapiert man chronische Rickettsien-Infektionen und das Anfangsstadium des chronischen Geschehens?
Als letzte Rettung benutzt die Schulmedizin
Kortison und Chemotherapie,
die sich, gemäß der Meinung
von Dr. Jadin, in diesem Stadium als
Beschleuniger eines letztendlich
tödlichen Zerstörungsprozesses erweisen.
Eine Langzeittherapie mit Antibiotika
wäre nach Sicherung der
Diagnose mittels des Mikroagglutinationstests
für Rickettsien absolut
unerläßlich. Zu diesem Zweck hat
Frau Dr. Jadin eine eigene intrazelluläre Antibiotika-Therapie entwickelt,
die sie schon bei 15.000 Patienten erfolgreich
angewandt hat.
Die Langzeittherapie mit Antibiotika
muß nicht nur mit adäquaten
naturheilkundlichen ausgleichenden
Mitteln für das Immunsystem
flankiert werden, sondern bedarf
adäquater Therapien zur Entgiftung.
Giftstoffe und Stoffwechselnebenprodukte,
insbesondere Abbauprodukte
der Antibiotikatherapie, welche die
Leber in den Darm abgibt, können
wirksam aus dem Körper über den
Darmausgang abtransportiert werden.
Die Unterbrechung des enterohepatischen
Kreislaufs dieser Giftstoffe
kann hier zu einer nachhaltigen
Steigerung der Entgiftungsleistung
der Leber beitragen und den Therapieverlauf
als solchen insgesamt begünstigen.
Hierzu der Erfahrungsbericht
eines Heilpraktikers bei Infektionspatienten.
Schwerpunkt
der Diagnose in seiner Praxis ist die
Dunkelfeldmikroskopie. Sehr häufig
findet HP Ralf Hofmann getarnte
Pilze (als C-Candida bezeichnet) oder
kleine Blutparasiten (als C-Trichomonaden
bezeichnet) sowie auch Bakterien
wie Rickettsien und Borrelien.
Diese produzieren Unmengen von Toxinen
und Säuren. So werden Organe,
besonders die Leber, belastet. Bei ca.
50 Patienten mit dem Krankheitsbild
chronische Infektionen, darunter versteht
man systemische Erkrankungen
wie chronische Borreliose, chronische
Rickettsiose und chronische
parasitäre Erkrankungen, hat der
Heilpraktiker festgestellt, dass Froximun
im Hinblick auf Bindung der
Toxine und Ausleitung der Schwermetatle
eine sehr gute Wirkung zeigt.
,,Der enterohepatische Kreistauf wird
umgangen und somit die Leber entlastet.
Gleichzeitig verbessert sich die
Patientensymptomatik", berichtet er.
,,Gute Erfolge erziele ich damit auch
bei Patienten mit chronischen Infektionen
im Hinblick auf die Ausleitung
von Schwermetallen, wie zum Beispiel
Quecksilber und Blei. Auch in
diesem Fall. habe ich bei sehr vielen
Patienten beobachtet, dass sich der
Zustand langsam gebessert hat."
Bei chronischen lnfektionspatienten
stellt HP Hofmann häufig erhöhte
Histaminwerte fest. Histamin
spielt bei allergischen Reaktionen
häufig eine wichtige Rolle und kann
zu Schmerzen, Juckreiz und Hautrötungen
führen. Auch in diesem Falle
kann Froximun wirksam helfen. Es
bindet nämlich Histamin im Darm.
Diese Eigenschaft ist besonders von
Vorteil, wenn bei geschädigter Darmschleimhaut
Histamin abbauende
Enzyme nicht ausreichend vorhanden
sind und es so zu erhöhten Werten
kommen kann.
CFS ist also aus Sicht der Autorin
ein reversibler Krankheitszustand,
der sofort nach Entstehunq erkannt
und zuerst mit streng schulwissenschaftlichen
Mitteln und parallel dazu
mit geeigneten naturheilkundlichen
Mitteln behandelt werden muß.
Bei Fragen können sich interessierte Leser an den VBCI e.V, Kirchturm Str. 13,
51 063 Köln wenden. Tel. 0221 - 6209706
Fachbegriffe:
Rickettsien sind bakterienähnliche,
pleomorphe, gramnegative
Organismen mit intrazellulärer
Entwicklung, die sich in den Zellen von Säugern und Arthropoden
vermehren. Rickettsien vermehren
sich durch Querteilung. Für
ihr Wachstum sind Rickettsien auf lebende Zellen angewiesen. Zecken
gehören zu den wichtigsten
Krankheitsrüberträgern beim Menschen
und seinen Haustieren. Die
wichtigsten Rickettsienarten sind:
Rickettsia prowazeki, Rickettsia
Mooseri, Rickettsia Conori, Coxiella Burneti.
Phagozyten sind Fesszellen,
die als wichtigste Aufgabe haben,
abgestorbene Gewebeteile und
Fremdkörper wie auch Bakterien
unschädlich zu machen. Das geschieht,
indem sie Bakterien in das
Zellinnere einlagern und enzymatisch
abbauen.
Enterohepatisch (med.)bedeutet,
die Leber und den Darm betreffend.
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